Author: Roman Gysel

  • Evolution der Solarzelleneffizienz

    Evolution der Solarzelleneffizienz

    Die Evolution der Solarzelleneffizienz: Wie weit sind wir gekommen und wohin gehen wir? 

    Die Sonne – eine unerschöpfliche Quelle sauberer Energie, die seit Jahrtausenden unsere Welt erleuchtet. Doch erst in den letzten Jahrzehnten haben wir begonnen, ihr volles Potenzial zu nutzen, und die Photovoltaik ist dabei zur Schlüsseltechnologie geworden. Ihre Entwicklung ist eine faszinierende Reise durch die Welt der Halbleiter und des menschlichen Erfindergeistes. 

    Ein grundlegendes Konzept, das die Effizienz von Solarzellen bestimmt, ist die Bandlücke des verwendeten Halbleitermaterials. Vereinfacht ausgedrückt, bestimmt diese Bandlücke die Energiemenge des Lichts (abhängig von der Wellenlänge), die ein Halbleiter absorbieren kann. Das am häufigsten verwendete Material in Solarzellen ist Silizium, das eine Bandlücke von 1,1 Elektronenvolt (eV) aufweist. Diese Eigenschaft begrenzt den theoretischen Wirkungsgrad einer herkömmlichen Silizium-Solarzelle auf etwa 32%. Die Grenze wurde schon 1961 (https://en.wikipedia.org/wiki/Shockley%E2%80%93Queisser_limit) von den Forschern Shockley und Queisser errechnet! 

    Diese theoretischen Maximalwerte sind in der Praxis schwer zu erreichen, doch die Wissenschaft macht stetige Fortschritte. Durch den Einsatz von «Trick»-Techniken wie der Heterojunction-Technologie (HIT) erreichen moderne Silizium-Solarzellen bereits einen beeindruckenden Wirkungsgrad von 27%. Hierbei werden zwei verschiedene Bandlücken (aus demselben Material) genutzt, um das Licht effizienter zu absorbieren und in Strom umzuwandeln. 

    Doch damit nicht genug. Forscher experimentieren mit mehrschichtigen Solarzellen, die Licht unterschiedlicher Wellenlängen absorbieren können. Diese “Tandemzellen” könnten theoretisch Wirkungsgrade von bis zu 47,6% erreichen. Doch der Weg zur Kommerzialisierung ist noch steinig, da diese Technologie noch zu teuer ist. 

    Ein Blick auf die aktuellsten Entwicklungen zeigt, dass wir uns ständig verbessern. Ein neuer Weltrekord für den Wirkungsgrad liegt derzeit bei 33,9%, erreicht von Longi Solar mit einer Perowskit-Silizium-Tandemsolarzelle. 

    Das National Renewable Energy Laboratory (NREL) der USA liefert uns einen spannenden Einblick in diese rasante Entwicklung. Ihr Tool zur Erfassung von Forschungswirkungsgraden zeigt die besten Leistungen verschiedener Photovoltaik-Technologien, einschließlich Strom, Spannung und Füllfaktor. 

    https://www.nrel.gov/pv/interactive-cell-efficiency.html  

    Anwendende der Photovoltaik können von diesen Entwicklungen stark profitieren. Auch in den letzten zwei Jahren sind die Modulleistungen von 375 W auf aktuell 450 W angestiegen. Auch das hilft stark mit, die Attraktivität von Photovoltaikanlagen zu erhöhen, weil Sie für die gleiche Arbeit, Montagesystemkosten etc. mehr Leistung und damit auch einen höheren Energieertrag bekommen! 

    Weil die SRS im Care-&-Share-Modell die bestmöglichen Technologien einsetzt, konnten wir die Strompreise in den letzten Jahren reduzieren. Neben dem Wirkungsgrad spielen natürlich auch Faktoren wie Langlebigkeit, Kosten, Schwachlicht-Verhalten, Anlagen-Optimierungen über Ausrichtung und Verkabelung etc. eine grosse Rolle.  

  • Vergleich Finanzierungs/Bauoptionen

    Vergleich Finanzierungs/Bauoptionen

    “Wenn Sie CFO (XYZ) eines Mittelständischen Unternehmens sind, und sich noch nicht mit regenerativer Energie beschäftigt haben (…)”

  • Photovoltaikprojekte: Warum zögern Unternehmen noch?

    Photovoltaikprojekte: Warum zögern Unternehmen noch?

    Was ist Contracting, und welche wirtschaftlichen sowie rechtlichen Aspekte spielen bei der Realisierung von Photovoltaikanlagen in diesem Modell eine Rolle? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Vortrags von Herrn Roman Gysel, Geschäftsführer der Swiss Renewable Solutions (SRS), auf der 23. Schweizer Photovoltaik-Tagung.
    Die Tagung, die am 1. und 2. April 2025 im Kursaal Bern stattfand, brachte Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen, um die neuesten Entwicklungen im Bereich der Solarenergie zu diskutieren. Ein zentrales Thema war die steigende Komplexität der regulatorischen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf Geschäftsmodelle wie das Solar-Contracting. 

    Unter dem Titel  “𝗖𝗼𝗻𝘁𝗿𝗮𝗰𝘁𝗶𝗻𝗴 – 𝗲𝗶𝗻 𝗠𝗼𝗱𝗲𝗹𝗹 𝗳ü𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗦𝗰𝗵𝘄𝗲𝗶𝘇?”  erläuterte Gysel die Möglichkeiten, die sich durch das Contracting-Modell für verschiedene Marktsegmente eröffnen. Neben der Industrie profitieren auch Immobilienfonds, Mehrfamilienhäuser (MFH), die öffentliche Hand, Infrastrukturprojekte, Gewerbebetriebe und landwirtschaftliche Betriebe von dieser Finanzierungs- und Betreibervariante. 

    Beim Contracting übernimmt der Dienstleister die Verantwortung für die Planung, Finanzierung, den Bau und Betrieb der Solaranlage. Die Kunden beziehen den erzeugten Solarstrom über langfristige Verträge zu festen Preisen, ohne selbst Kapital investieren zu müssen. Dieses “Rundum-Sorglos-Paket” bringt jedoch auch Risiken mit sich, die fast vollständig beim Contractor liegen. Dazu gehören Markt- und Wetterrisiken, technische Herausforderungen sowie unsichere Vergütungsmodelle für Überschussstrom.

     

    Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen 

    Die aktuelle Gesetzgebung stellt sowohl Herausforderungen als auch neue Chancen für Solar-Contracting dar. Die regulatorischen Anpassungen erhöhen die Komplexität im Betrieb von Photovoltaikanlagen, senken Vergütungen und machen eine Optimierung des Eigenverbrauchs notwendig. Besonders durch das neue Stromgesetz mit vZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) und LEG (lokale Energiegemeinschaften) ergeben sich neue Möglichkeiten für innovative Geschäftsmodelle. 

    Gysel thematisierte auch die Lernkurve der Branche. In der Vergangenheit führten mangelnde Transparenz und unfaire Aufteilungen der Einnahmen, insbesondere bei Dachmietmodellen, zu Skepsis gegenüber Contracting. Zudem gibt es bislang kaum verlässliche Marktdaten. Nach Schätzungen liegt der Marktanteil von Solar-Contracting bei etwa 2–4 % der Gesamtleistung, mit einer installierten Leistung von rund 200 MWp. 

    Zukunftsperspektiven für Contracting 

    Die wachsende Komplexität der Photovoltaikbranche geht mit technologischen Fortschritten einher, die neue Chancen eröffnen: Durch die Kombination von Photovoltaik mit Speichersystemen, Carports oder intelligenten Netzlösungen lässt sich der Eigenverbrauch optimieren und eine langfristige Stabilität sichern. 

    Gysel plädierte für faire und transparente Lösungen, bei denen alle Stakeholder profitieren. Langfristige Partnerschaften, klare vertragliche Regelungen und individuelle Lösungen sind der Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft des Contracting-Modells. Unternehmen, die bereit sind, innovative Energiekonzepte umzusetzen, können nicht nur wirtschaftliche Vorteile sichern, sondern sich auch als Vorreiter der Energiewende positionieren. 

    Interessant war, dass die Teilnehmenden der Tagung, v.a. Installateure beim Live-Abstimmen in der Mehrheit sagten, dass sie das PV-Contracting-Modell für die Zukunft an befreundete Unternehmer empfehlen würden. Gründe sind die finanziellen Risiken wie auch die neu auftretende Komplexität der gesetzlichen Rahmenbedingungen (Einspeisevergütung wird massiv sinken). 

    Die Erkenntnisse der PV-Tagung 2025 verdeutlichen, dass sich Contracting als Modell für eine nachhaltige Energiezukunft weiter etablieren kann – vorausgesetzt, es wird mit fairen und transparenten Strukturen umgesetzt.  

    Nutzen Sie die Chancen des Solar-Contractings und setzen Sie auf nachhaltige Energie mit uns.

    Kontaktformular 

  • Anstieg der Strompreise in Deutschland 2024

    Anstieg der Strompreise in Deutschland 2024

    Die Strompreise werden in Deutschland 2024 erneut steigen.

    Als Unternehmen im Energiebereich nehmen wir diese Entwicklungen ernst, und es bestätigt unsere Mission, unseren Partnern nicht nur kostengünstigen und umweltfreundlichen, sondern auch langfristig preisstabilen Solarstrom anzubieten.

    Wieso kommt es zu Erhöhungen im Bereich der Netzentgelte?

    Die Übertragungsnetzentgelte wurden von 3,1 auf 6,4 Cent pro Kilowattstunde mehr als verdoppelt. Ein solcher Anstieg sollte ursprünglich durch einen Zuschuss aus dem Wirtschaftsstabilitätsfond verhindert werden. Dieser angekündigte Zuschuss in Höhe von 5,5 Milliarden Euro wurde im Verlauf der Haushaltsberatungen zum Ende des Jahres 2023 (wir berichteten) jedoch gestrichen.

    Die Stromversorger beginnen jetzt, diese Steigerungen weiterzugeben. EnBW etwa hat angekündigt, die Preise für Strom in der Grund- und Ersatzversorgung um 16% anzuheben.
    Dies liege aber nicht nur an der Erhöhung der Netzentgelte: „Gleichzeitig sind auch die staatlichen Abgaben, Umlagen und Steuern insgesamt gestiegen“ .
    Die Mehrheit der Versorger ist, laut einer Befragung der Nachrichtenagentur DPA, noch dabei zu prüfen, wie sich die gestiegenen Netzentgelte auf die Tarife auswirken werden. Eins steht fest: günstiger werden die Tarife nicht.
    Der Anstieg der Übertragungsnetzentgelte wirft die Frage auf, wie diese Kosten im Detail entstehen.

    Das Stromnetz: Grundlagen und Akteure

    Stromnetze sind das Rückgrat unserer Energieversorgung, aber wie werden sie finanziert?
    Lassen Sie uns zunächst einen Blick darauf werfen, was das Stromübertragungs- und -verteilnetz ist, und wer die Hauptakteure in Deutschland sind.

    Das Stromnetz in Deutschland besteht aus zwei entscheidenden Teilen: dem Übertragungsnetz und dem Verteilnetz.

    Das Übertragungsnetz

    Das Übertragungsnetz transportiert Strom über weite Entfernungen und wird von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) verwaltet. Diese sorgen für die reibungslose Verteilung von Hochspannungsstrom zwischen verschiedenen Regionen und Ländern. Die Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland sind:

    1. TenneT TSO GmbH: TenneT betreut vor allem den Norden und den Süden Deutschlands. Das Unternehmen spielt eine Schlüsselrolle bei der Integration erneuerbarer Energien.
    2. Amprion GmbH: Amprion ist für die Übertragungsnetze im Westen Deutschlands verantwortlich. Das Netzgebiet erstreckt sich über die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Teile von Hessen.
    3. 50Hertz Transmission GmbH: 50Hertz ist für die Übertragungsnetze im Osten Deutschlands zuständig. Das Unternehmen betreut die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
    4. TransnetBW GmbH: TransnetBW ist für die Übertragungsnetze im Südwesten Deutschlands verantwortlich und deckt die Bundesländer Baden-Württemberg und Teile von Bayern ab.

    Das Verteilnetz

    Auf der anderen Seite haben wir das Verteilnetz, das auf niedrigeren Spannungsebenen arbeitet und die Endverbraucher mit Strom versorgt. Die Verteilnetzbetreiber (VNB) betreiben die lokalen und regionalen Stromnetze. Es gibt es knapp 900 Verteilnetzbetreiber. Beispiele sind: E.ON Deutschland, RWE AG, Vattenfall Europe Distribution, Stadtwerke (verschiedene Städte), Bayernwerk AG, Netze BW GmbH.

    Netzentgelte

    Netzentgelte, auch als Netznutzungsentgelte bekannt, sind Gebühren, die Netzbetreiber für die Nutzung ihrer Netze zur Durchleitung von Strom erheben. Diese Entgelte setzen sich aus Kosten für den Ausbau, die Wartung und den Betrieb der Netzinfrastruktur, Netz- und Kapazitätsreserven sowie Blind- und Regelleistung zusammen.

    Wichtig ist im Kontext der Netzentgelte zu verstehen, wer welche Kosten trägt beziehungsweise erhebt:
    Die Netzentgelte werden vom Anschlussnetzbetreiber erhoben. Enthalten sind die Kosten aller vorgelagerten Netzebenen. Die Abwicklung erfolgt durch die Zahlung von Netzentgelten des nachgelagerten an den jeweils vorgelagerten Netzbetreiber. Dadurch, dass die Übertragungsnetzentgelte erhöht werden, ergibt sich somit insgesamt eine Notwendigkeit von (Neu-)Berechnungen.

    Fazit und Handlungsempfehlung:

    Angesichts dieser Entwicklungen ist es ratsam, die eigenen Stromkosten zu überprüfen und mögliche Einsparpotenziale zu identifizieren. Unternehmen sollten ihre Verträge mit Energielieferanten überprüfen und gegebenenfalls alternative Strategien, wie beispielsweise eine eigene Stromerzeugung, in Betracht ziehen, um sich auf die kommenden Veränderungen vorzubereiten.

    Es bleibt abzuwarten, wie sich die politischen Entscheidungen und Marktdynamiken weiterentwickeln werden. Der Anstieg der Netzentgelte wird zweifellos eine Herausforderung darstellen, aber eine proaktive Herangehensweise kann dazu beitragen, die Auswirkungen zu mildern.

    SRS unterstützt Unternehmen, rasch Photovoltaikanlagen auf Industrie- und Gewerbedächern zu realisieren. Wir übernehmen dabei nicht nur die Planung und den Bau, sondern auch Finanzierung und Betrieb auf eigenes Risiko.

    Quellen:
    PV Magazine
    Bundesnetzagentur
    Verband kommunaler Unternehmen (VKU)
    Tagesschau

  • Das Dilemma der Sommerzeit

    Das Dilemma der Sommerzeit

    Das Dilemma der Sommerzeit – wie die Zeitumstellung den Eigenverbrauch reduziert

     

    Baar, 24. November 2023 – Die Sommerzeit hat nicht nur Auswirkungen auf unsere Uhren, sondern auch auf unseren Energieverbrauch. Eine kürzlich durchgeführte Studie von Solar-Experten der Swiss Renewable Solutions AG zeigt, dass Gewerbebetriebe mit Photovoltaik-Systemen aufgrund der Sommerzeit-Umstellungen rund 2,2-2,5% ihres wertvollen Eigenverbrauchs verlieren. Das entspricht einer ansehnlichen Batteriekapazität und wirft ein neues Licht auf das bisher oft übersehene Dilemma der Sommerzeit. So gehen 2,2-2,5% der vor Ort produzierten Energie verloren, die ohne Sommerzeit direkt vor Ort hätten genutzt werden können. 

     

    Gewerbebetriebe in der Schweiz und in Deutschland, in den Anwendungsbeispielen in Dagmersellen und Strassfurt, stehen vor der Herausforderung, ihren Energieverbrauch sorgfältig zu managen, um die Vorteile ihrer Photovoltaik-Anlagen voll auszuschöpfen. Doch die jährliche Sommerzeit-Umstellung wirft einen Schatten auf diese Bemühungen.

     

    Untersuchungen an Beispielen

    Um das Thema genauer zu beleuchten, haben Experten der Firma Swiss Renewable Solutions AG jeweils ein Gewerbe in Dagmersellen und in Strassfurt ein wenig genauer angeschaut. Dasjenige in Dagmersellen weist jährlich einen Verbrauch von rund 667 MWh auf. Die firmeneigene Solaranlage produziert ca. 420 MWh pro Jahr. Der Autarkie-Grad beträgt durchschnittlich also rund 40%.

    In Strassfurt werden jährlich 736 MWh produziert, während über 1’500 MWh verbraucht werden. Der Autarkiegrad beträgt rund 34%.

     

    Die im Rahmen der Untersuchung betrachteten Beispiele entsprechen Standard-Gewerben mit grossem Eigenverbrauch zwischen 8 und 18 Uhr. Bei der Umstellung auf Sommerzeit zeigt sich in beiden Fällen ein deutlicher Rückgang des Eigenverbrauchs. Statt der möglichen 65,7% / 72,1% beträgt dieser in der Sommerzeit lediglich 63,5% / 69,6%. Das entspricht einem relativen Verlust von rund 3,5% bzw. 3,6%. Um diesen Verlust abzufedern, wäre eine Batterie mit grosser Speicherkapazität nötig.

     

    Erkenntnisse

    Die Untersuchung ergab, dass der Einfluss der Sommerzeit auf den Eigenverbrauch stark vom Verbrauchsprofil abhängt. Je mehr Abendverbrauch ein Unternehmen hat, desto mehr profitiert es von der Sommerzeit. Jedoch sind die Gewerbebetriebe, die sich in einem Standardprofil mit Hauptaktivitäten von 8 bis 18 Uhr befinden, die wahren Verlierer. Für sie hat die Sommerzeit deutlich negative Auswirkungen.

    Um den Eigenverbrauch auf dem gleichen Niveau halten zu können, müssten Batterien mit 50 / 150 kWh Kapazität eingebaut werden. Dies entspricht einer Investition von ca. 35’000 Franken / 150’000 Euro. Unternehmen mittlerer Grösse, die eine PV-Anlage besitzen oder bauen, kostet die Sommerzeit in rund 10 Jahren also rund 35’000 Franken / 150’000 Euro (danach braucht es eine neue Batterie).

    Diese Erkenntnisse verdeutlichen, dass die Auswirkungen der Sommerzeit-Umstellungen nicht zu unterschätzen sind, insbesondere für Gewerbebetriebe*, die auf Photovoltaik-Systeme angewiesen sind, um ihren Energiebedarf durch kostengünstige Energie zu decken. Es ist also an der Zeit für eine intensivere Diskussion über die Vor- und Nachteile der Sommerzeit, insbesondere im Kontext der steigenden Bedeutung erneuerbarer Energien und des Energiewandels. Unternehmen und Energieexperten müssen gemeinsam nach Lösungen suchen, um den Verlust an Eigenverbrauch zu minimieren und die volle Leistungsfähigkeit ihrer Photovoltaik-Systeme zu gewährleisten.

    Die Debatte rund um die Sommer-Winterzeit ist also mehr als eine Frage der Uhren – sie hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Energiewirtschaft und die Umwelt. Nun gilt es, die Auswirkungen genauer zu betrachten und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Wandel zu einer nachhaltigeren Energiezukunft voranzutreiben.

     

    *Es wurden auch Haushalte untersucht: auf jene mit einem Standard-Haushalts-Verbrauchsprofil hat die Zeitumstellung nur einen geringen Einfluss.

     

     

    Übersicht Deutschland:

     

  • Die Energiewende: Wie saubere Energie die Welt verändert

    Die Energiewende: Wie saubere Energie die Welt verändert

    Die Energiewende: Wie saubere Energie die Welt verändert

    Das globale Energiesystem wird sich bis zum Ende dieses Jahrzehnts erheblich verändern, so die jüngste Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) im “World Energy Outlook 2023”. Der Aufstieg sauberer Energietechnologien wie Solar- und Windkraft, Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen gestaltet die Art und Weise, wie wir Fabriken, Fahrzeuge, Haushaltsgeräte und Heizsysteme mit Energie versorgen, grundlegend um.

    Die neueste Ausgabe des “World Energy Outlook” (WEO), der maßgeblichen globalen Quelle für Energiestudien und Prognosen, beschreibt ein Energiesystem im Jahr 2030, in dem saubere Technologien eine deutlich größere Rolle spielen als heute. Dazu gehören fast zehnmal so viele Elektroautos auf den Straßen weltweit, Solaranlagen, die mehr Strom erzeugen als das gesamte US-Stromnetz heute, ein Anteil erneuerbarer Energien am globalen Strommix von fast 50 %, im Vergleich zu etwa 30 % heute, sowie Wärmepumpen und andere elektrische Heizsysteme, die fossile Brennstoffkessel weltweit überholen. Außerdem fließen dreimal mehr Investitionen in neue Offshore-Windprojekte als in neue Kohle- und Gaskraftwerke.

    All diese Veränderungen basieren nur auf den derzeitigen politischen Vorgaben weltweit. Wenn Länder ihre nationalen Energie- und Klimaziele rechtzeitig und vollständig umsetzen, würde der Fortschritt im Bereich sauberer Energien noch schneller voranschreiten. Dennoch wären selbst bei noch stärkeren Maßnahmen weitere Schritte erforderlich, um das Ziel der Begrenzung der globalen Erderwärmung auf 1,5 °C zu erreichen.

    Die Kombination aus dem wachsenden Schwung hinter sauberen Energietechnologien und den strukturellen wirtschaftlichen Veränderungen weltweit hat erhebliche Auswirkungen auf fossile Brennstoffe. In diesem Jahrzehnt werden die Spitzen bei der globalen Nachfrage nach Kohle, Öl und Erdgas sichtbar, was in einer WEO-Prognose auf der Grundlage der heutigen politischen Vorgaben erstmals der Fall ist. In diesem Szenario sinkt der Anteil fossiler Brennstoffe an der globalen Energieversorgung, der jahrzehntelang bei etwa 80 % lag, bis 2030 auf 73 %. Die globalen energiebedingten CO2-Emissionen erreichen bis 2025 ihren Höhepunkt.

    “Der Übergang zu sauberer Energie findet weltweit statt und ist unaufhaltsam. Es geht nicht darum, ob, sondern nur darum, wie schnell – und je schneller, desto besser für uns alle”, erklärte der Exekutivdirektor der IEA, Fatih Birol. “Regierungen, Unternehmen und Investoren müssen den Übergang zu sauberen Energien unterstützen, anstatt ihn zu behindern. Es gibt immense Vorteile, darunter neue industrielle Möglichkeiten und Arbeitsplätze, eine größere Energie­sicherheit, saubere Luft, universeller Energiezugang und ein sichereres Klima für alle. Angesichts der anhaltenden Spannungen und der Volatilität auf den traditionellen Energiemärkten wirken Behauptungen, dass Öl und Gas sichere oder zuverlässige Optionen für die Energie- und Klimazukunft der Welt darstellen, schwächer denn je.”

    Aktuell wird der Bedarf an fossilen Brennstoffen voraussichtlich weit über dem liegen, was für das Ziel des Pariser Abkommens, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, erforderlich ist. Dies birgt nicht nur die Gefahr einer Verschlechterung der Klimaauswirkungen nach einem Jahr mit Rekordhitze, sondern gefährdet auch die Sicherheit des Energiesystems, das für eine kühlere Welt mit weniger extremen Wetterereignissen ausgelegt wurde. Die Biegung der Emissionskurve in Richtung 1,5 °C ist möglich, aber sehr schwierig. Die Kosten des Nichthandelns könnten enorm sein: Trotz des beeindruckenden Wachstums sauberer Energie auf der Grundlage der heutigen politischen Vorgaben würden die globalen Emissionen hoch genug bleiben, um die weltweite Durchschnittstemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts um rund 2,4 °C ansteigen zu lassen, weit über der entscheidenden Schwelle des Pariser Abkommens.

    Der WEO-2023 schlägt eine globale Strategie vor, um die Welt bis 2030 auf Kurs zu bringen, die aus fünf Schlüsselsäulen besteht. Diese können auch die Grundlage für eine erfolgreiche Klimakonferenz COP28 bilden. Die fünf Säulen sind:

    1. die Verdreifachung der weltweiten Kapazität erneuerbarer Energien;
    2. die Verdopplung des Tempos bei Energieeffizienzverbesserungen;
    3. die Reduzierung der Methanemissionen aus fossilen Brennstoffoperationen um 75 %;
    4. innovative, groß angelegte Finanzierungsmechanismen zur Verdreifachung der Investitionen in saubere Energien in aufstrebenden und entwickelnden Volkswirtschaften;
    5. und Maßnahmen, um einen geordneten Rückgang des Verbrauchs fossiler Brennstoffe sicherzustellen, einschließlich eines Endes der Genehmigung unbefristeter Kohlekraftwerke.

    Es ist von entscheidender Bedeutung zu betonen, dass diese globalen Strategien zur Förderung sauberer Energien nicht nur auf internationaler Ebene umgesetzt werden müssen, sondern auch auf regionaler und lokaler Ebene. Die Umsetzung erfolgt am besten durch starke Partnerschaften und Kooperationen zwischen Unternehmen, Regierungen und Technologieanbietern, die ihre Ressourcen und Fachkenntnisse bündeln.

    In diesem Zusammenhang möchten wir auf eine Schlüsselrolle hinweisen, die im Bereich der erneuerbaren Energien und der Photovoltaik-Technologie gespielt wird. SRS ist ein Unternehmen, das sich auf die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf großen Dächern spezialisiert hat, insbesondere für Industrie- und Gewerbeunternehmen in der Schweiz und Deutschland. Diese Photovoltaik-Anlagen sind ein leuchtendes Beispiel für die praktische Umsetzung der sauberen Energieziele, die in diesem Bericht beschrieben wurden.

    Die Partnerschaften, die Unternehmen wie SRS mit ihren Kunden eingehen, tragen dazu bei, die globale Energiewende voranzutreiben. Indem sie erneuerbare Energien auf die Dächer von Industriegebäuden und Gewerbeeinrichtungen bringen, ermöglichen sie es Unternehmen, sauberen Strom selbst zu erzeugen und zu nutzen. Dies reduziert nicht nur den Bedarf an fossilen Brennstoffen, sondern senkt auch die Energiekosten und unterstützt die Umweltziele. Es ist ein Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit zwischen Technologieanbietern und Unternehmen einen positiven Einfluss auf die Energiewende haben kann.

    Insgesamt zeigt der “World Energy Outlook 2023” der IEA, dass die Welt auf dem Weg zu einer nachhaltigen, sauberen Energiezukunft ist. Die Herausforderungen sind jedoch nach wie vor erheblich, und es bedarf weiterer Anstrengungen auf globaler, regionaler und lokaler Ebene, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Unternehmen wie SRS spielen dabei eine wichtige Rolle, indem sie innovative Technologien und Lösungen bereitstellen, die zur Beschleunigung der Energiewende beitragen. Die Zukunft der Energie steht vor großen Veränderungen, und die Weichen sind bereits gestellt.

     

     

    IEA 2023; World Energy Outlook 2023 Overview and key findings; License: CC BY 4.0;